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Der ideale Zeitpunkt für den Rückschnitt liegt nach dem Laubfall, spätestens jedoch bis zum Knospenschwellen im späten Winter (etwa im Februar). Wichtig ist, dass die Temperaturen über -5 Grad Celsius liegen, da ein Schnitt bei starkem Frost die Pflanzen schädigen kann. Regelmäßiges Schneiden trägt dazu bei, die Ernte sowohl bei Herbst- als auch bei Sommerhimbeeren zu verbessern.
Wie erfolgt der Rückschnitt?
Das Schneiden von Herbsthimbeeren ist unkompliziert: Jedes Jahr werden sämtliche Triebe bodennah entfernt. Dieses Vorgehen, bekannt als einjährige Kultur, reduziert das Risiko von Krankheiten und Schädlingsbefall.
Die neuen (diesjährigen) Triebe, die im Frühjahr nachwachsen, bringen in derselben Saison Früchte hervor - meist ab August bis in den Oktober hinein. Dank dieser einfachen Rückschnittmethode ist keine komplizierte Anleitung erforderlich.
Welches Werkzeug und Schnitttechnik?
Für den Schnitt eignet sich am besten eine scharfe Bypass-Rosenschere. Die Schnitte müssen sauber und im geringsten Durchmesser ausgeführt werden, also nicht schräg.
Gerüst für Herbsthimbeeren?
Ein Gerüst ist sinnvoll, um die Pflanzen optimal zu stützen. Es besteht in der Regel aus Pfählen mit waagerecht gespannten Drähten, an denen die Triebe Halt finden. Dies verhindert ein Umkippen oder Abbrechen der Pflanzen. Die Größe der Rankhilfe richtet sich nach der Anzahl der Sträucher.
Philippe Dahlmann
Hinweis:
Man unterscheidet zwischen Sommer- und Herbsthimbeeren. Sommerhimbeeren werden (je nach Sorte) im Juni/Juli geerntet. Herbsthimbeeren reifen von August bis Oktober. Für eine reiche Ernte haben beide etwas unterschiedliche Ansprüche an den Schnitt. Sommerhimbeeren wachsen am "einjährigen" Holz, ihre Blüte und Fruchtansatz erfolgen an dem Trieb, der im Vorjahr gebildet wurde. Im Unterschied dazu wachsen Blüten und Früchte der Herbsthimbeeren am "diesjährigen Trieb/Holz", also an dem Trieb der im selben Jahr gebildet wurde.