Es gibt zahlreiche Wildbienen-Arten, sie unterscheiden sich in ihrer Nistweise. So gibt es zahlreiche Arten, die im Boden nisten. Andere benötigen für ihre Fortpflanzung Nisthilfen in Form von markhaltigen Stängeln oder vorhandenen Hohlräumen.
Am Beispiel der Brombeere zeigen wir, worauf es ankommt. Zur Brombeere hat Gartenberater Philippe Dahlmann ein wir außerdem ein Video zum Schnitt und zum Anbau gedreht.
Natürliche Lebensweise
Für einige Wildbienen-Arten gehört es zur natürlichen Nist- und Lebensweise, senkrecht oder leicht geneigt stehende markhaltige Stängel zu besiedeln. Für eine Besiedelung eignen sich Gehölze, wie
- Brombeere (Rubus sect. Rubus syn.fruticosus)
- Himbeere (Rubus spec.)
- Hecken-Rose/Hunds-Rose (Rosa canina)
Zweijährige Pflanzen und Stauden, wie
- Königskerze (Verbascum densiflorum)
- Klette (Arctium spec.)
- Beifuß (Artemisia vulgaris)
Nisthilfen herstellen
- Stängel nur von Pflanzen verwenden, die nicht von der Brombeergallmilbe befallen sind/waren
- Die abgeschnittenen Haupttriebe von Seitentrieben befreien
- Diese in 50 bis 100 cm lange Stücke schneiden.
Geschnittene Stücke anbringen.
- Anbringung der Triebe ohne Erdkontakt, z.B. am Zaun oder an Stäben oder Pfählen.
- Anbringung einzeln, senkrecht bis leicht schräg!
- Mark nicht entfernen!
- Nach Besiedelung - Stängel für mindestens ein Jahr belassen!
Wichtig: Bei der Bereitstellung von Nistmöglichkeiten müssen ausreichend Bienen-Nährpflanzen in der näheren Umgebung der Nisthilfen/Nistplätze vorhanden sein! Dazu zählen zum Beispiel:
- ein- und zweijährige Pflanzen wie der Natternkopf
- Stauden wie Beinwell oder Gilbweiderich
- Zwiebel- und Knollengewächse wie das Schneeglöckchen
- Sträucher wie Deutzie oder Kornelkirsche
- Bäume wie die Salweide
Außerdem benötigen Wildbienen Baumaterial, wie Lehm und Harz.
Philippe Dahlmann
Box: Weitere Tipps zu klassischen Nisthilfen für Wildbienen finden sich hier.