Winterfest: Haus und Garten vorbereiten

Schon ab November kann es empfindlich kalt werden. Höchste Zeit für Menschen mit Wohneigentum, um Garten und Gebäude winterfest zu machen. Denn Schnee, Eis, Dauerfrost und Sturmböen setzen jedem Gebäude zu. Undichte Stellen treiben die Heizkosten in die Höhe. Auch viele Gartenpflanzen danken es im nächsten Frühjahr, wenn sie jetzt einen Winterschutz bekommen. Hier die wichtigsten Tipps.

Das Wichtigste in Kürze

  • Heizung warten: Heizkessel oder Ofen reinigen, Heizungsanlage entlüften und gegebenenfalls warten lassen.
  • Fenster und Türen prüfen: Undichte Dichtungen reparieren oder erneuern.
  • Dachrinne und Fallrohre reinigen, damit Regen-, Schnee- und Schmelzwasser abfließen können.
  • Risse und Löcher im Mauerwerk vor dem Winter ausbessern.
  • Außenliegende Wasserleitungen entleeren und absperren.
  • Solaranlagen kontrollieren und verschobene Module gegebenenfalls vom Fachmann korrigieren lassen.
  • Laub auf Beeten liegen lassen: Es schützt Pflanzen und bietet Tieren ein Winterquartier.
  • Frostempfindliche Pflanzen schützen oder einräumen.
  • Immergrüne Pflanzen auch im Winter wässern, denn sie können bei Frostperioden austrocknen.
  • Bei Schnee und Dauerfrost kann die Vogelfütterung sinnvoll sein.
  • Teichpumpen und Wasserspeier vor Frost schützen und frostfrei lagern.
Laub am Baum © pixabay_CCO
Laub ist der beste Frostschutz im Garten. © pixabay_CCO

Haus von innen winterfest machen

Heizung für den Winter rüsten

  • Heizungskessel oder Ofen vor der Heizperiode reinigen.
  • Heizungsanlage entlüften.
  • Anlage gegebenenfalls vor der Kälteperiode von einem Fachmann warten lassen.
  • Brennstoffvorrat für den Winter anlegen.

Sind Türen und Fenster dicht?

  • Brüchige oder durchlässige Dichtungen reparieren oder erneuern.
  • Fensterdichtungen vor dem ersten Frost mit Silikonspray oder Öl pflegen.

Haus von außen auf den Winter vorbereiten

  • Dachrinne und Fallrohre reinigen: Nach dem Laubfall die Dachrinne gründlich säubern und sicherstellen, dass die Fallrohre frei sind. So können Regen, Schnee und Schmelzwasser abfließen.
  • Schneefanggitter prüfen: Sie schützen Bewohner und Besucher vor Dachlawinen.
  • Mauerwerk kontrollieren: Risse und Löcher im Herbst ausbessern. Sie können Feuchtigkeit ins Mauerwerk eindringen lassen. Gefriert das nasse Mauerwerk, können sich Risse und Bruchstellen vergrößern. Gelangt Feuchtigkeit unter den Putz, können Bereiche abplatzen.
  • Wasserleitungen entleeren: Außenliegende Wasserrohre vor dem ersten Frost entleeren und absperren. Gefrierendes Wasser dehnt sich aus und kann Leitungen beschädigen.
  • Solaranlagen überprüfen: Kontrollieren, ob alle Module noch an ihrem Platz sind. Bei Verschiebungen sollte ein Fachmann die Anlage nachbessern.

Garten winterfest machen

Laub als Frostschutz nutzen

Eine Laubschicht auf Beeten schützt krautige Stauden und empfindliche Gehölze vor Winterfrösten. Außerdem können Igel und nützliche Insekten im Laub überwintern. Auf dem Rasen sollte dagegen kein Laub liegen bleiben, da es dort zu Fäulnis führen kann.

 

Frostempfindliche Pflanzen schützen

In milden Regionen können Feige, Olive und Oleander unter Umständen draußen bleiben. Dafür sollten sie mit luftdurchlässigen Materialien wie Jute oder Vlies geschützt werden; die Töpfe können zusätzlich mit Luftpolsterfolie umwickelt werden.

In kälteren Regionen sollten mediterrane Pflanzen vorsichtshalber ins Haus gebracht werden. Ein kühler und heller Standort ist dafür optimal.

Auch manche Knollenpflanzen vertragen Frost nicht. Dazu gehören:

  • Dahlien
  • Indisches Blumenrohr
  • Knollenbegonien
  • Gladiolen

Diese Knollen müssen im Winter aus der Erde genommen werden. Im Ausgangstext wird empfohlen, sie in Zeitungspapier gewickelt und im dunklen Keller oder Gartenhäuschen zu überwintern.

 

Immergrüne Pflanzen mit Wasser versorgen

Viele Pflanzen können im Winter eher vertrocknen als erfrieren. Besonders immergrüne Pflanzen wie Rhododendren und Kirschlorbeer verdunsten auch in der kalten Jahreszeit Wasser. Bei längeren Frostperioden sollten immergrüne Pflanzen deshalb gut gewässert werden.

 

Vögel im Winter füttern

Bei geschlossener Schneedecke und Dauerfrost kann die Vogelfütterung notwendig werden, weil viele Gärten wegen einer „mageren“ Bepflanzung nur wenig Nahrung bieten. Wer mit der Fütterung beginnt und die Vögel daran gewöhnt, sollte laut Ausgangstext bis zum Ende des Winters weiterfüttern.

 

Teichpumpen und Wasserspeier sichern

Teichpumpen und Wasserspeier sollten im Winter abgeschaltet, leerlaufen gelassen und bis zum Frühjahr frostfrei gelagert werden. Gefrierendes Wasser kann starken Druck entwickeln und beispielsweise das Förderrad einer Teichpumpe beschädigen.

Alternativ können Pumpen auf den Teichboden abgesenkt werden. Dort sind sie laut Ausgangstext ab einer Wassertiefe von 80 cm frostsicher. Außerdem gibt es neuere Teichpumpen, denen Frost nichts anhaben kann.

Anna Florenske 

 

 

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