Mit kleinen Gewohnheiten viel Wasser sparen
Früher ging es nur einmal die Woche in die Badewanne und ansonsten an die Waschschüssel, heute ist bei vielen Menschen tägliches Duschen üblich. Warmwasser trägt mit 14 % wesentlich zum Energieverbrauch im Privathaushalt bei.
Es muss nicht jeden Morgen die kalte Dusche sein. Aber schon kleine Verhaltensänderungen wirken.
- Kurz & knackig: Wer eine Minute kürzer und bei einem Grad weniger duscht, spart bares Geld.
- Duschen statt Baden: Ein Vollbad verbraucht deutlich mehr Wasser als eine durchschnittliche Dusche.
- Hahn zu: Beim Einseifen der Hände oder beim Zähneputzen sollte das Wasser nicht ungenutzt fließen. Ein Zahnputzbecher ist hier ein einfaches, aber effektives Hilfsmittel.
- Eco-Modus: Nutzen Sie bei Wasch- und Spülmaschinen konsequent die Ökoprogramme.
Spartechnik senkt den Wasserverbrauch
Rund ein Drittel des Wassers im Haushalt wird bei der Körperpflege verbraucht. Hier setzen moderne technische Helfer an:
- Sparduschköpfe & Wassermengenregler: Sie reduzieren den Durchfluss, ohne dass der Komfort leidet.
- Perlstrahler: Diese mischen dem Wasserstrahl am Hahn Luft bei, was den Strahl voluminöser macht und gleichzeitig den Verbrauch senkt.
Nicht vergessen: Prüfen Sie vor dem Einbau, ob Ihre Geräte (z. B. drucklose Boiler) für Durchflussbegrenzer geeignet sind.
Waschmaschine effizient nutzen
Beim Wäschewaschen fällt der Energieverbrauch besonders ins Gewicht.
- Vollbeladung: Starten Sie die Maschine erst, wenn sie wirklich voll ist.
- Niedrige Temperaturen: Dank moderner Waschmittel wird die Wäsche oft schon bei 20 oder 30 Grad sauber.
- Verzicht auf Vorwäsche: Das spart Wasser, Energie und schont zudem die Fasern Ihrer Kleidung.
Gut zu wissen
Ein durchschnittlicher Vier-Personen-Haushalt kann mit einer Solarthermieanlage bis zu 60 % des Warmwasserbedarfs durch Sonnenenergie decken. Das senkt langfristig die Energiekosten und schont das Klima.
Moderne Geräte sparen Wasser und Energie
Alte Haushaltsgeräte sind oft wahre Verschwender. Moderne Geschirrspüler benötigen heute meist weniger Wasser als der Abwasch per Hand.
- Vergleichen lohnt sich: Die sparsamsten Geräte verbrauchen über ein Drittel weniger Wasser als Standardmodelle.
- Elektronische Durchlauferhitzer: Der Austausch eines alten hydraulischen Geräts gegen ein vollelektronisches Modell kann in einem 3-Personen-Haushalt ca. 90 Euro pro Jahr sparen.
Mit den richtigen Armaturen Energieverbrauch senken
Die Wahl der Armatur beeinflusst, wie schnell die Wunschtemperatur erreicht wird:
- Einhebel-Armaturen oder Einhandmischer: Sie lassen sich schneller und präziser regeln als Zweigriffarmaturen oder Mischbatterien. Noch besser ist es, wenn die Temperatur bereits voreingestellt ist, wie etwa bei einem vollelektronischen Durchlauferhitzer, der sich gradgenau einstellen lässt.
- Dusch-Stopp: Ein kleiner Hebel oder Knopf direkt am Duschkopf unterbricht den Fluss beim Einseifen, ohne dass die Temperatur neu eingestellt werden muss.
Tropfende Hähne und Wärmeverluste vermeiden
Verkalkte oder poröse Dichtungen führen oft dazu, dass der Wasserhahn tropft, der Brauseschlauch leckt und der Spülkasten undicht ist. Ein tropfender Hahn kann über das Jahr gerechnet hunderte Liter Wasser verschwenden. Hier solle schnell gehandelt werden, um Wasser zu sparen.
- Kalk entfernen: Essigreiniger hilft gegen verkalkte Düsen und Dichtungen.
- Bei undichten Stöpseln hilft Alleskleber: am Rand auftragen, trocknen lassen und so den Stöpsel etwas verbreitern.
- Leitungen dämmen: Im Eigenheim sollten die Leitungen zwischen Warmwasserspeicher und Wasserhähnen gut gedämmt sein, um Wärmeverluste auf dem Weg zum Hahn zu minimieren. Auch die Dämmung des Speichers lässt sich mitunter verbessern.
Warmwasser richtig einstellen
Die richtige Einstellung spart Energie und schützt die Gesundheit:
- Zentrale Anlagen: Hier sind 60 °C ideal, um Legionellen vorzubeugen. Diese Bakterien verursachen verschiedene Krankheiten.
- Dezentrale Systeme: Bei Durchlauferhitzern reichen oft 38 °C zum Duschen und 45 °C in der Küche vollkommen aus.
Zirkulationspumpe auf Einsparpotenzial prüfen
Zirkulationspumpen sorgen bei der zentralen Warmwasserbereitung dafür, dass sofort warmes Wasser fließt. Sie verbrauchen aber dauerhaft Strom, zusätzlich gibt es erhebliche Wärmeverluste im Leitungsnetz.
- Stilllegung prüfen: In Einfamilienhäusern kann ein Fachmann diese Pumpe und damit die Zirkulation in der Regel stilllegen und das Leitungsnetz umrüsten. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass keine toten Stichleitungen entstehen. Durch das Abschalten der Pumpe muss dann im Alltag kurz gewartet werden, bis das warme Wasser ankommt, doch die Kostenersparnis überwiegt den geringen Wasserverlust.
Erneuerbare Energien für Warmwasser nutzen
Die umweltfreundlichste Ergänzung zur Warmwasserbereitung im Haushalt ist die Solarthermie, eine Solarunterstützung der Heizung. Die Wärme für Ihr Wasser kommt so direkt und kostenlos vom Dach - und hilft Heiz- oder Stromkosten zu sparen. Ein durchschnittlicher 4-Personen-Haushalt in einem Einfamilienhaus mit Heizöl- oder Erdgas-Zentralheizung kann mit einer Solarthermie-Anlage bis zu 60 % des Warmwassers regenerativ erzeugen.