Hitzeschutz für Ihr Zuhause: 4 schnelle Tipps gegen Sommerhitze

Heiße Sommer werden häufiger und länger. Um es in der Hitze drinnen überhaupt aushalten zu können, ist es wichtig, Wohnräume möglichst kühl zu halten – am besten, ohne energieintensive Klimageräte. Mit der richtigen Verschattung, klugem Lüften und wenigen einfachen Maßnahmen lässt sich die Hitze wirksam aussperren.

Das Wichtigste in Kürze

  • Außenliegender Sonnenschutz hält die meiste Wärme ab.
  • Lüften Sie nur in den kühlen Morgen- und Abendstunden.
  • Vermeiden Sie unnötige Wärmequellen im Haus.
  • Ventilatoren verbrauchen deutlich weniger Strom als Klimageräte.
  • Baulicher Hitzeschutz wird unter bestimmten Voraussetzungen sogar gefördert.
Sommerliche Einrichtung © iStock/doaerre
Mit allen Mitteln der Hitze begegnen - wir haben 4 Tipps für den Hitzeschutz zuhause zusammengefasst.

Außenliegender Sonnenschutz wirkt am besten

Durch die Fenster gelangt ein Großteil der Wärme in den Wohnraum. Wichtig: Außen montierte Lösungen wie Rollläden, Jalousien oder Markisen sind besonders effektiv, da sie die Sonnenstrahlen bereits vor der Scheibe abfangen. Ist nur ein innenliegender Sonnenschutz möglich, achten Sie am besten auf helle oder reflektierende Materialien, die das Sonnenlicht zurückwerfen. Auch Sonnenschutzfolien können helfen, sie lassen aber auch an trüben Tagen weniger Licht hinein. 

 

Nur in den kühlen Stunden lüften

Früh morgens und spät abends ist die beste Zeit zum Lüften. Bei anhaltender Hitze kann es sich also lohnen, einen Wecker zu stellen, um früh am Morgen frische Luft in die Wohnung zu bekommen. Diese Abkühlung darf nicht zu kurz ausfallen, denn Wände, Möbel und andere Gegenstände speichern die Wärme. Haben sie nicht genug Zeit um auszukühlen, geben sie ihre Wärme später wieder an den Raum ab.  

Tagsüber gilt: Fenster möglichst geschlossen halten und nur kurz öffnen, um frische Luft hereinzulassen. Dauerlüften bei Hitze bringt keine Abkühlung, sondern verstärkt die Erwärmung.

 

Besonders wirksam gegen Sommerhitze

  • Rollläden
  • Außenjalousien oder Raffstores
  • Fenstermarkisen
  • Sonnensegel an stark besonnten Fassaden
  • Begrünung von Terrasse oder Fassade

Richtig lüften

  • morgens früh und abends gründlich querlüften
  • tagsüber Fenster geschlossen halten
  • Sonnenschutz bereits morgens schließen
  • auch Dachfenster verschatten
  • nachts möglichst mehrere Fenster öffnen, wenn es sicher möglich ist

Unnötige Wärme im Haus vermeiden

Daran denkt man oft nicht: Viele Geräte im Haushalt geben kontinuierlich Wärme ab. Ein zusätzlicher Kühlschrank mag besonders viel Erfrischung versprechen. Doch was er seinem Inhalt an Wärme entzieht, gibt er direkt an den Raum ab. 

Auch ein Blick auf die Heizungsrohre kann sich lohnen: Fließt in ihnen warmes Wasser, sorgen sie ungewollt für steigende Temperaturen. Deshalb nicht vergessen, die Heizung auf Winterbetrieb umzustellen.

Klimageräte nur gezielt einsetzen

Wer beispielsweise aus gesundheitlichen Gründen nicht auf eine Klimatisierung verzichten kann, sollte auf effiziente Geräte setzen. Sogenannte Split-Geräte mit einem außerhalb des Hauses angebrachten Wärmetauscher sind die sparsamere Wahl gegenüber Kompaktmodellen. In manchen Fällen reicht sicherlich auch schon ein einfacher Ventilator. Der verbraucht viel weniger Strom und verschafft Linderung allein durch Luftbewegung.

Gut zu wissen

  • Ventilatoren kühlen nicht die Raumluft, sorgen aber durch Luftbewegung für ein angenehmeres Temperaturempfinden.
  • Mobile Klimageräte verbrauchen deutlich mehr Strom als Ventilatoren und arbeiten meist weniger effizient als fest installierte Split-Klimageräte.
  • Außenliegender Sonnenschutz kann unter bestimmten Voraussetzungen über die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) gefördert werden. Welche Voraussetzungen dafür gelten, finden Sie unter der Rubrik Förderung.